Ginsengwurzel
Königin der Heilpflanzen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin nimmt sie bereits seit ca. 5.000 Jahren einen wichtigen Platz ein – die zur TCM Substanzgruppe Qi-Tonika gehörende Ginsengwurzel (Ginseng Radix) gilt als stärkende und belebende Heilpflanze, die die Qi-Zirkulation und die Bildung von Körpersäften nachhaltig fördert. Die Ginsengpflanze ist besonders häufig in Gebirgs- und Waldregionen in Korea und China anzutreffen und wird erst nach sechs bis sieben Jahren geerntet, damit sie ihre volle Wirksamkeit entfalten kann. Da die Wurzel jährlich um nur etwa einen Zentimeter wächst und die Züchtung der Pflanze äußerst anspruchsvoll ist, ist sie sehr wertvoll. Nicht umsonst gilt Ginseng als „grünes Gold“ – im China des 19. Jahrhunderts konnte der Wert der Wunderwurzel sogar mit dem von Gold und Silber mithalten.

Als kosmetische Wirkung von Ginsengwurzel (chin. Renshen) werden die Steigerung der Mikrozirkulation in kleinen Gefäßen und die dadurch bedingte Verbesserung der Sauerstoffversorgung in den Hautzellen gesehen. Die Wurzel wirkt vitalisierend, sie stärkt und schützt die Epidermis, verbessert die Widerstandsfähigkeit gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen und fördert die Zellregeneration. Die enthaltenen Polysaccharide (Zuckermoleküle) bilden eine flüssigkeitsbindende Gel-Masse in der Haut und erhöhen somit den Gehalt der Hautfeuchtigkeit. Dies bewirkt wiederum eine erhöhte Elastizität der Haut.

Als Besonderheit der Wirkstoffe werden die Ginsenoside betrachtet, die die hauteigene Hyaluronproduktion stimulieren. Die Wurzel fördert die Kollagenneubildung und besitzt zudem eine antioxidative Wirkung. Bei dem Hauptbestandteil Ginsenoside handelt es sich um komplexe Gemische von Triterpen-Saponinen.

Zusammen mit Rotwurzelsalbei (Salvia miltiorrhiza Radix) fördert die Ginsengwurzel die Mikrozirkulation. In der Kombination mit Spargelwurzel (Astragalus Radix) unterstützt sie den natürlichen Abwehrmechanismus und schützt die Haut vor Umwelteinflüssen.