Wenn die Sonne und das Herz erstrahlen: Die Wandlungsphase Feuer

Voller Elan lächelt die Sonne gerade auf uns herab, die Blumen blühen in bunten Farben und der Himmel – fast wolkenlos. Die Sommerzeit ist da und in der TCM bedeutet das: das Feuer ist jetzt ganz in seinem Element. Nach dem Element Holz hat nun nämlich die heißeste aller Wandlungsphasen begonnen. Ähnlich wie die Flammen eines lodernden Feuers können auch wir uns in dieser Jahreszeit kaum stillhalten. Wir sprühen nur so vor Energie und geben sie geradezu verschwenderisch nach außen ab: Wir sind voller Tatendrang, gesellig und kommunikativ.

Um diesem Bewegungsdrang nachzukommen, werden wir bei dem herrlichen Wetter natürlich am liebsten draußen aktiv. Die extreme Hitze kann dabei jedoch schnell zur Belastung werden. Am besten, man treibt in den frühen Morgenstunden oder nach Feierabend, wenn es langsam abkühlt, Sport. Wichtig ist, dass man immer in sich selbst hineinhört und auf die Zeichen des Körpers entsprechend reagiert, regelmäßig Ruhepausen einlegt und genug Wasser zu sich nimmt. So findet man das richtige Gleichgewicht zwischen Erhitzung und Abkühlung.

Diese Balance ist übrigens im Sommer auch bei der Ernährung gefragt. Einerseits verlangt der Körper nach sommerlich frischen, kühlenden Lebensmitteln, etwa Beeren, Gemüse wie Zucchini, Radieschen, Spinat oder Paprika und knackige Blattsalate. Andererseits sollten neben den kühlenden Speisen auch die Wärmenden nicht zu kurz kommen. Grillen ist beispielsweise eine stark erwärmende Zubereitungsmethode, die das Yang sehr gut stärkt. Grillfleisch kann man also durchaus in Maßen genießen, gesünder ist aber natürlich gegrilltes Gemüse. Was die Würze angeht, sollte man stark Erhitzendes wie Ingwer, Knoblauch und Chili meiden und stattdessen die Gerichte mit frischen Kräutern wie Basilikum, Rosmarin oder Oregano aufpeppen. Optimalerweise greifen wir, wie in jeder Jahreszeit, zu saisonalem Obst und Gemüse. Sie enthalten genau die Nährstoffe, die unser Körper gerade braucht. Trotzdem sollten wir uns nicht zu stark einschränken, damit auch der Genuss nicht zu kurz kommt – schließlich ist die Lebensfreude ganz eng mit der Wandlungsphase Feuer verbunden.

Freude ist grundsätzlich selbsterklärend etwas Wunderschönes und gefühlt kann man davon eigentlich nie genug bekommen. Sie lässt unser Herz erstrahlen und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Trotzdem gibt es eine Art von Freude, die uns weniger guttut, die uns vielleicht sogar auf Dauer krankmacht. Denn selbst eine so positive Emotion wie Freude kann ins Negative umschlagen, etwa wenn wir jobbedingt oder aus anderen Gründen durchgehend gute Laune ausstrahlen müssen oder wenn uns bei der ständigen Jagd nach dem nächsten Hochgefühl die Freude irgendwann nur noch ein müdes Lächeln entlockt. Dann brauchen wir vielleicht doch zwischendurch eine Pause – selbst von einer so positiven Emotion wie der Freude.

Zu einer entspannten und erholsamen Sommerzeit im Element Feuer zählt also zum einen genug Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und eine gute Balance von Erhitzung und Abkühlung. Ebenfalls von Bedeutung ist aber auch, dass wir neben all dem sommerlichen Trubel auch Zeit für uns selbst finden und kleine Erholungsphasen einlegen, in denen wir über uns selbst reflektieren können. Perfekt dazu: eine wohltuende Tasse Yin Yang Balance Tee von Ashéra – den Genuss darf man schließlich auch nicht vergessen.